Trichtergrammophon 2017-12-12T22:45:07+00:00

Trichtergrammophon – Finden Sie Ihr Schmuckstück

Die Schellackplatte kreist auf dem Grammofon. Ob Phonograph, altes Koffergrammophon oder andere Antiquitäten – Die Nostalgie, die durch die Symphonie aus Nadeln und Schellackplatten entsteht, ist einmalig – atemberaubend – antik. Der polierte Tonarm trägt die auf Schellack gepressten Klänge zum Trichter. Genuss schwingt per Schall durch den Raum. Genießen Sie die Sammlungen voller Stil. Die folgenden Trichtergrammophone sind nicht nur Dekoration, sie sind viel mehr ein gut erhaltenes Stück Geschichte ausgestattet mit so mancher Ersatznadeln.

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Emil Berliner Trichtergrammophon

1894 wurde dieses Modell ursprünglich hergestellt. Es gilt als eines der ersten, kommerziell hergestellten Trichtergrammophone. Platten mit einem Durchmesser von 17,5 cm werden hiermit abgespielt. Charakteristisch ist das edle und auffällige Räderwerk für den Handbetrieb sowie der Plattenteller aus Holz. Wegen seiner kuriosen Form und der Kaffeemühlen ähnlichen Handkurbel wird dieses Grammophon auch auch „Kaffeemühle“ genannt. 

Auf den Bildern in der Slideshow handelt es sich um ein Exemplar, das originalgetreu in den 1970er Jahren kopiert wurde.

His Masters Voice Trichtergrammophon

1895 gründete Emile Berliner, Erfinder des Grammophons, die Berliner „Gramophone Company“. Er fand in Eldridge R. Johnson, Fred Gaisberg und Frank Seaman tüchtige Mitarbeiter:

  • Eldridge R. Johnson rüstete die Grammophone mit Federmotoren aus.
  • Der Pianist und Aufnahmespezialist Fred Gaisberg wurde als künstlerischer Leiter engagiert.
  • Verkaufsleiter Frank Seaman war für die Vermarktung zuständig.

Unter der Bezeichnung „Improved Gramophone“, später auch „Trade Mark“ genannt, ging 1898 das wohl berühmteste Grammophon aller Zeiten in Produktion. Das Gerät wurde in Amerika, Kanada und Europa bis 1904 in verschiedenen Varianten hergestellt und diente dem Maler Françis Barraud als Vorlage für sein Gemälde „His Master’s Voice“: Traurig hört der Hund „Nipper“ die Stimme seines verstorbenen Herrn. Als Johnson 1901 die „Victor Talking Machine Company“ gründete übernahm er das Bild als Markenzeichen für Platten und Apparate.

Das vorliegende Grammophon stammt aus dem französischem Sortiment „Cie du Gramophone Paris“. Es spielt Platten mit einem Durchmesser von 17,5 cm. Die wichtigsten Merkmale sind das vernickelte Federgehäuse, die senkrecht darauf angebrachte Kurbel, die sich beim Abspielen rückwärts dreht und der hölzerne Schwenkstab des Trichters. Die Schalldose ist eine originalgetreue Kopie der legendären „Clark-Johnson Soundbox“ von 1897.

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Monarch No. 7

Das Trichtergrammophon Monarch Spezial ist auch als Monarch No. 7 bekannt. Eine Zeit lang war der Monarch das luxuriöseste Gerät der Firma „Victor/Gramophone Companie“. Um den damals neu aufkommenden 30 cm Platten gerecht zu werden, wurde es größer gebaut als seine bisherigen Vorgänger.

Auch wenn die „Gramophone Company“ ab 1898 in London, Berlin und Paris eigenständige Filialen aufbaute, wurden die meisten Geräte anfänglich noch im Werk von Eldridge R. Johnson in Camden/New Jersey hergestellt. Später importierte man dann mehrheitlich Einzelteile, die in den großen Fabriken von London und Berlin zusammengebaut wurden.

Auf der Suche nach einem Namen für die hohen Ansprüchen der gehobenen Kundschaft, im damals von Königshäusern beherrschten Europa, fand man mit der Bezeichnung „Monarch“ ein Wort, welches in allen Sprachen der alten Welt verstanden wurde. Als Antwort darauf nannte die Firma „Pathé-Frères“ übrigens kurz darauf einen Phonographen „Démocratique“, wohl um klar zu machen, dass in Frankreich die Revolution bereits stattgefunden hat. Trotzdem verkauften sich die Geräte der „Compagnie Française du Gramophone de Paris“ unter dem Namen „Monarque“ ausgezeichnet. 1902 brachte die „Victor Talking Machine Companie“ mit dem „Monarch Special“ ihr bis dahin luxuriösestes Trichtergrammophon heraus.

Die frühen Modelle wurden mit einem schwenkbaren Trichter ausgestattet. Dank seinem starken Motor mit drei Federn ist es möglich, sechs 25 cm Platte mit einmaligem Aufziehen abzuspielen. Zudem war der Monarch auch eines der ersten Grammophone, die eine 30cm Platte abspielen konnten. Je nach Ausführung kostete der „Monarch Special“ 45-50 Dollar. Auf dem Gehäuse des vorliegenden Gerätes ist ein Metallschild mit Angaben des Verkäufers angebracht: „L. Neyroud, Électricien, 26.rue Colbert, Marseille“.
Der vernickelte Trichter hat eine Länge von 56cm und einen Durchmesser von 32cm

Trichtergrammophon Grand Busy Bee

1904 gründeten Arthur J.O’Neill, Winifried B.James und Sherwin N.Bisbee in Chicago die Firma „O’Neill-James Company“. Verkauft wurden vorerst billige Phonographen der Marke „Columbia“. O’Neill war ein geschäftstüchtiger Händler, der Verkaufsstände in den großen Warenhäuser der Stadt betrieb. Schon bald brachte man eigene Geräte mit dem Label „Busy Bee“ auf den Markt.
Diese Bezeichnung wurde aus dem Namen des fleißigen „Bisbee“ abgeleitet. Es entstand eines der wohl schönsten Labels. Das Bild des Bienenstockes mit fleißig arbeitenden Bienen.

Das Modell „Grand Busy Bee“ wurde nur in den beiden Jahren 1906-1907 hergestellt. Es ist mit einem langen, frei schwebenden Blumentrichter ausgerüstet. Der Durchmesser beträgt 49cm. Damit der Ton ohne Verlust des Schalldruckes in den Trichter strömen kann, ist die Schalldose direkt an diesem befestigt.
Die Schalldose wurde aus Aluminium angefertigt. Aluminium fördert die Klangqualität enorm. Der Motor war für seine Zeit sehr leistungsstark. Er spielte ohne Probleme eine ganze Platte mit einmaligem Aufziehen der Feder durch.

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Thorens Bijou

Als um das Jahr 1900 das Trichter-Grammophon populär wurde, brachen die Aufträge für Musikdosen ein. Traditionelle Musikdosenhersteller wie Thorens und Paillard aus Ste-Croix stellten ihre Produktion rasch auf Phonographen und Grammophone um. Nur so konnten sie überleben.
Mit dem „Bijou“ brachte die Firma „Thorens“ 1906 ein einfaches Trichtergrammophon auf den Markt. Auffällig ist die Ähnlichkeit des Gehäuses mit einer Musikdose, was die Wurzeln des Herstellers widerspiegelte.

Kaleophone

„Machines parlantes perfectionnées „Kaléophone“, Maurice Dufossée, Ingénieur Mécanicien, 158 rue Lafayette, Paris“. So steht es auf der Plakette des Trichter-Grammophons.
Dufossée ließ das „Kaléophone“ 1905 in Paris amtlich registrieren. Bei diesem Gerät handelt es sich aber nicht um eine Eigenkonstruktion Dufossées, sondern um eines, das von der Schweizer Firma Paillard in Ste-Croix hergestellt wurde. Ursprünglich wurde es als „Maestrophone No.3“ verkauft.
Typisch für dieses „Maestrophone“ ist die Kurbel, die nicht wie üblich an der Seite, sondern an der Front angebracht wurde.
Beim Motor handelt es sich um das gleiche Modell, welches von Paillard auch im Modell „Autophone“ eingebaut wurde. Der Trichter aus Nickel ist 65 cm lang und hat einen Durchmesser von 45 cm.

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Trichtergrammophon Pathé Modèle B

Gegenüber den nasal quälenden Wachs-Zylinder gewann die Schallplatte rasch an Popularität. Ab 1903 war sie beidseitig bespielbar und auch die Aufnahmequalität, sowie die Pressungen wurden stark verbessert. Die Firma Pathé-Frères begann 1906 mit der serienmässigen Produktion von Schallplatten und führte eine Reihe von fünf Grammophonen in verschiedenen Preislagen ein. Mit seiner luxuriösen Ausführung war das „Modèle E“ das teuerste Gerät und kostete 260 Französische Francs. Für das „Modèle A“ wurden dagegen nur 60 Französische Francs verlangt.

Als zweites dieser Reihe, wurde ab 1906 das „Modèle B“ hergestellt und für 100 Französische Francs verkauft. Dieses Exemplar ist mit dem S-förmigen „Bras acoustique“ und einem Blumentrichter mit 40 cm Durchmesser ausgerüstet. Der Apparat hat einen schwachen Motor, der nicht erlaubt, eine Platte ganz durchzuspielen. In der Werbung wurde sogar angekündigt, dass ein Aufziehen der Feder während des Abspielens möglich sei. Auf dem Gehäuse ist das Markenzeichen von Pathé nit Hahn und Phonograph abgebildet.